„Ich will nicht mehr mit euch in den Urlaub fahren“ sind wohl die Worte eines jeden Teenager. Super peinlich fand ich es nämlich mit meinen Eltern und ihrem Mini-Wohnmobil durch Großstädte zu kurven, während die Amerikaner riesige Schiffe lenkten. Ich bin als Camper-Kind aufgewachsen und erst vor ein paar Jahren kam der Traum, ein mal mit einem Wohnmobil durch Neuseeland zu cruisen. Ein Wohnmobil ist es nicht geworden, jedoch ein Campervan.

 

URLAUB IM CAMPERVAN MIT BABY

Niemals hätte ich als Teenager gedacht, dass ich noch mal campen gehen werde. Vor zwei Jahren verbrachte ich übrigens zwei Nächte in Patagonien in einem Zelt. Und jetzt ging es für vier Wochen mit einem Campervan durch Neuseelands Natur. Vier Wochen auf engem Raum mit einem Baby. Eins kann ich aber vorweg sagen: es war einfacher als gedacht!

Wir hatten einenVolkswagen T5 mit High Top gemietet. Das Gute an dem T5 ist, dass er vorne drei Sitze hat, auf denen wir alle Platz gefunden haben. Zudem hatten wir eine Luxusvariante mit Spülbecken, Gasherd und Kühlschrank. Wir hatten zwar eine Sitzecke, die man zu einem Bett umwandelt, aber die hatten wir, bis auf den ersten Tag, nie aufgebaut.

 

 

VANLIFE MIT BABY: SCHLAFEN

Frühstück, Mittagessen und Abendessen im Bett. Mein Traum ging in Erfüllung! Mit Baby braucht man etwas mehr Platz zum Spielen und auf der Sitzbank wäre unser kleiner Wirbelwind ständig runtergerutscht. Somit hatten wir die Sitzecke während unserem ganzen Trip zum Bett umgewandelt. Mit einer Breite von 1,55 Metern, hatten wir dort auch zum Schlafen genügend Platz zu dritt.

Da es im Urlaub nicht wirklich eine Routine gibt, hatte sich auch die Schlafroutine von Max geändert. Meist gab es erst Abendessen, es wurde abgespült und dann haben wir den Kleinen Mann ins Bett gebracht. Auch im Urlaub wurde er einschlafgestillt. Das war meistens erst gegen acht oder sogar neun Uhr. Uns ist aufgefallen, dass er weniger wach geworden ist, bevor wir ins Bett sind. Wahrscheinlich hat er einfach die Nähe gespürt, weil wir, im Gegensatz zu Zuhause, direkt neben ihm lagen. Wir haben dann abends noch die Route für den nächsten Tag besprochen und sind dann ganz leise zu ihm ins Bett gekrochen.

Tagsüber waren wir selten im Van und Max schlief entweder unterwegs in der Trage oder beim Autofahren im Kindersitz.

 

 

VANLIFE MIT BABY: ESSEN

Ich hatte bewusst darauf verzichtet, zu viele Breimahlzeiten im Voraus einzuführen. Wenn man unterwegs ist, ist Muttermilch die einfachste Möglichkeit, ein Baby zu füttern. Da wir Mittags selten im Van waren, wurde aus dem bereits eingeführten Mittagsbrei ein Abendbrei. Unser Kinderarzt sagt, dass es kein Problem wäre, den Brei zeitlich zu verschieben oder sogar komplett weg zu lassen. Den Brei habe ich auf unserem Gasherd im Van erwärmt. Wobei Max auch ohne Probleme kalten Brei isst.
Eigentlich hatten wir sogar den Pürierstab dabei, um Brei selber zu kochen. Allerdings waren wir nicht ein Mal am Strom angeschlossen, so, dass wir die kompletten vier Wochen auf Gläschen zurückgegriffen haben. Aber auch BLW haben wir weitergeführt und ihm immer wieder mal ein kleines Stück Brot, Banane oder kleine Babykekse in die Hand gedrückt.

 

VANLIFE MIT BABY: BADEN

Statt ein mal die Woche baden, stand im Urlaub ein mal die Woche Duschen an. In Neuseeland hat man auf jedem Campingplatz eine behindertengerechte Dusche gefunden und dort hatten wir genügend Platz, uns alle zu duschen. Nach der vierten Dusche hat sich eine gute Routine eingestellt  und der Urlaub zu Ende ;)

 

Wart ihr schon mit Baby im Urlaub oder sogar Vanlife mit Baby? Welche Hacks haben euch geholfen?